Festlicher Höhepunkt
28. November 2011 | Von kwd | Kategorie: Konzerte, Kultur
Auftakt des Adventskonzerts des Männer-Gesangvereins Rauschendorf war – wie schon seit Jahren – der gemeinsame Auftritt des MGV mit dem katholischen Kindergarten Rauschendorf unter der Leitung von Bernadette Knecht, begleitet von einem kleinen Instrumentalensemble der Eltern. Vier weihnachtliche Lieder begeisterten das Publikum und die begleitenden Eltern. Der Männergesangverein sang das letzte Lied „Jingle bells“ gemeinsam mit den Kindern und musste sich anstrengen, gegen die von sichtbarer Begeisterung getragenen hellen Kinderstimmen anzukommen.
Es folgte dann ein abwechslungsreiches Konzert des MGV Rauschendorf und seiner musikalischen Partner in adventlicher Stimmung, unterstützt durch einen in fahrigem Licht gestalteten Kirchenraum.
Das Konzert begann leise mit einem Chorsatz nach Franz Schubert „Abendfrieden“, passend zum Konzertbeginn um 17 Uhr, der Zeit des Sonnenuntergangs Ende November. Den Kontrast bildete dann Schuberts „Die Allmacht“ (bearbeitet von Liszt). Es wirkt wie ein Donnerschlag in entfesselter Natur nach der Ruhe des „Abendfriedens“.
Kontraste dieser Art, sowohl innerhalb der Lieder wie auch in der Liederfolge bestimmten das vom neuen Chorleiter Ulrich Röttig engagiert und sehr anspruchsvoll geplante Konzert.
Ganz besondere Akzente setzen die Solistin Gudrun Schröder begleitet von dem Pianisten Edgar Zens, der als Kirchenmusiker und Lehrer nicht nur in Königswinter bekannt ist. Die interessante Moderation durch den Musikwissenschaftler Hansgünter Schröder trug wesentlich zum musikalisch anspruchsvollen und gleichzeitig unterhaltsamen Konzertabend bei.
Die erste Themengruppe des Konzertes stand unter dem Motto „Öffnet die Tore weit“ – passend zum Advent. Sie endet mit dem zentralen Chorsatz „Hoch tut euch auf“.
Die Überleitung zum nächsten Themenkomplex bildete das leise Chorlied „Und unserer lieben Frauen“ nach einem Kirchenlied aus von 1502. Wiederum im Kontrast dazu folgt „Mary Had a Baby“, ein Gospel aus der Kultur amerikanischer Sklaven. Es entstand ein musikalischer Dialog zwischen Solistin und Chor, der die Zuschauer begeisterte und das Konzert auflockerte. So war auch dieser Themenbereich, der der Gottesmutter Maria gewidmet wurde, geprägt von Kontrasten. Das Publikum erlebt einen von Spannung aufgeladenen Liederabend, zu dem auch die Siegtalbläser beitrugen, die das Konzert einrahmten und zwischen den Themengruppen überleiten.
Den versöhnlichen Abschluss bildet Guiseppe Verdis „Himmelskönigin“, mit seinem voluminösen Schlussakkord. Den lang anhaltender Beifall und „Standing Ovations“ belohnten die Männer des Gesangvereins Rauschendorf mit der Zugabe „Gott hat uns längst einen Engel gesandt“ und man hätte fast meinen können, dass der Chor mit seiner Leistung an diesem Abend wirklich von einem Engel beseelt war.
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Herzlichen Dank für die schnelle Veröffentlichung an so prominenter Stelle.
Herbert Haack
Ein sehr guter und gelungener Bericht!
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