Einsatzzahlen verdreifacht
17. Dezember 2011 | Von kwd | Kategorie: Blaulicht, Gesellschaft
Die Arbeit für die Freiwillige Feuerwehr im bevölkerungsreichsten Ortsteil von Königswinter wird nicht weniger. Auf dem 123. Stiftungsfest der Löschgruppe Oberdollendorf, das am Samstag in der Gaststätte Bauernschenke gefeiert wurde, veröffentlichte Löschgruppenführer Brandoberinspektor Werner Franz die aktuellen Zahlen. Danach bestätigte sich erneut der Trend, dass die Löschgruppe immer häufiger gefordert ist. So rückten die 38 Aktiven im Berichtszeitraum zu 97 Einsätzen aus. Vor 20 Jahren lag der Jahresdurchschnitt noch bei rund 30 Alarmen. Das 85 Jahre alte Feuerwehrgerätehaus ist diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. In einem Neubau an der Cäsariusstraße, der sich aktuell in Fertigstellung befindet, werden dann auch die räumlichen Voraussetzungen bestehen, um die technische Ausstattung an die Notwendigkeiten anzupassen. Entsprechende Vorschläge zum Entwurf des derzeit diskutierten Brandschutzbedarfsplans hat die Löschgruppe den Kommunalpolitikern und der Stadtverwaltung in einer Stellungnahme unterbreitet.
Das Stiftungsfest der zweitältesten Löscheinheit im Stadtgebiet begann mit einem Kirchgang und Gedenken an verstorbene Mitglieder. Im Anschluss begrüßte Löschgruppenführer Werner Franz Gäste aus Politik, Verwaltung und anderer Feuerwehren aus dem Talbereich. Der Dank galt Politik und Verwaltung, die den Neubau des modernen Feuerwehrgerätehauses trotz angespannter Haushaltslage ermöglicht hatten. Hier erfolgen derzeit Abschlussarbeiten, so dass die Löschgruppe Anfang 2012 den Umzug beginnen kann. Dieser wird von den Mitgliedern herbeigesehnt, da für die zahlreichen Aufgaben derzeit kaum räumliche Möglichkeiten vorhanden sind. Im Berichtszeitraum galt es zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Gut in Erinnerung war hierbei u.a. noch das Unwetter im Juni, das bedauerlicherweise ein Todesopfer und schwere Schäden im Ort verursacht hatte. Hier war die Löschgruppe, trotz das manches Mitglied selbst mit Überschwemmungen zu Hause betroffen war, noch 3 Tagen später zur Beseitigung der Spuren im Einsatz. Auch mehrere Wohnungsbrände sowie Verkehrsunfälle erforderten die Hilfe der Feuerwehr. Ursache für die wachsender Belastungen ist auch ein gesellschaftlicher Trend. In 6 Fällen mussten Wohnungstüren für den Rettungsdienst gewaltsam geöffnet werden, weil sich erkrankte Senioren hilflos in der Wohnung befanden und Angehörige nicht bzw. nicht schnell genug erreichbar waren.
Das diesjährige Stiftungsfest bot den Rahmen für Beförderungen und Ehrungen. Michael Dahm konnte von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Fachbereichsleiter Udo Blaskowski nach bestandenem Laufbahnlehrgang am Institut der Feuerwehr NRW zum Brandoberinspektor befördert werden. Aus der Jugendfeuerwehr, die sich mit 14 Jungen und Mädchen weiterhin großer Beliebtheit erfreut, konnte Markus Krämer in die aktive Wehr übernommen werden. Er führt nun den Dienstgrad Feuerwehrmann. Bereits 25 Jahre ist Hauptbrandmeister Michael Lamprecht der Feuerwehr treu. Er erhielt von der Löschgruppe eine Dankesurkunde.
Das nächste große Fest der Löschgruppe ist auch bereits terminlich bestimmt. Am Sonntag 15. April 2012 will die Löschgruppe der Bevölkerung das neue Feuerwehrgerätehaus in einem Tag der offenen Tür vorstellen.
Ähnliche Artikel











